ShortUrl-Dienste und die Internet-Zensur

Hab vor kurzem einen Blog-Eintrag entdeckt, der sich mit folgender Frage beschäftigt:

Was wäre, wenn TinyURL oder ein ähnlicher Dienst an eine Porno-Seite fällt?

What if: TinyURL sold to a pron company?

Hintergrund: Jene Dienste erleben gerade eine krasse Popularität dank Twitter. Die Nachrichtengröße bei Twitter ist auf 140 Zeichen beschränkt. Um dort also eine lange URL vernünfig unterzubringen, muss ich zwangsläufig diese kurz halten und greife somit auf einen solchen Dienst zurück.

Falls also jemand irgendwann über eine Datenbank mit Milliarden von Links verfügt – beispielsweise zeigt http://tinyurl.com/ncuuqc (25 Zeichen) auf diesen Artikel (https://michael-alt.info/weblog/shorturl-dienste-und-die-internet-zensur , 71 Zeichen) – könnte er alle diese Links mit einem Schlag auf irgendwelche andere Seiten zeigen lassen. Es muss ja gar nicht Schweinkram sein, es gibt genug Möglichkeiten, um Geld zu machen.

Eine Lösung des Dilemmas wird übrigens in den Kommentaren diskutiert (es geht halt um die Vertrauenswürdigkeit solcher Dienste): Twitter oder halt auch Google sollten einen solchen Dienst selbst anbieten.

Nun aber zu meinem Problem, das mir in den Sinn kam:

Mit Hilfe eines solchen Dienstes ist es wunderbar einfach, einen Bekannten (Freund?) ratz-fatz auf eine gesperrte URL zu leiten! Rumms! Und schon biste registriert.

TinyUrl bietet übrigens eine Art Preview-Funktion an, die anzeigt, wohin die kurze URL verlinkt. Aber dies muss erstmal flächendeckend genutzt werden und kostet auch wieder 8 Zeichen mehr: http://preview.tinyurl.com/ncuuqc